• Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Geschichte des Vereins bis 1999

 

In Dortmund haben sich um 1962 Menschen gefunden, die Eisstockschießen aus Ihrem Urlaub in den Alpenregionen, vor allem aus Seefeld in Österreich, kannten und man gründete eine „Sparte“ in der Eishockey-Abteilung des TUS Eintracht Dortmund.

 

Schon ein Jahr später, 1963 nahm unser Verein erstmals an den Deutschen Meisterschaften in Berlin teil. Da es in NRW keine Gegner gab, erreichte man diese allerdings ohne jede Qualifikation! Die große Sensation dieser Meisterschaft war der Sieg unseres jungen Vereins gegen den damaligen deutschen Meister EV Füssen.

 

1965 hat man sich dann verselbständigt und den Eisstock-Club Dortmund e.V. gegründet. Somit gehören wir heute zu den ältesten Eisstockvereinen in Nordrhein-Westfalen. Zu dieser Zeit gab es sogar 2 Vereine in Dortmund, uns und die Sparte des ERC Westfalen.

 

In den Anfangsjahren wurde praktisch nur im Winter auf Eis gespielt. In Dortmund gab es seit 1952 an der Strobelallee eine Rollschuhbahn, die im Winter zu einer offenen Eisbahn umfunktioniert wurde. Leider war man der Witterung komplett ausgesetzt und zu viel Schnee war genauso schlecht wie zu hohe Temperaturen oder Regen.

 

1968 wurde dann aus der Sparte Eisstock des TUS Eintracht Dortmund eine eigene Abteilung, die sich aber offensichtlich nicht lange gehalten hat. Genauere Angaben oder Daten habe ich bei meinen Recherchen leider nicht gefunden.

 

Somit gab es in Dortmund nur noch einen Eisstockclub, nämlich uns.

 

1969 fanden in Dortmund die ersten NRW-Meisterschaften statt. Hieran nahmen bereits 7 Herren- und 5 Damen-Mannschaften teil, die aber allesamt nur aus den 4 Städten Dortmund, Krefeld, Köln und Essen kamen.

 

Sommerturniere, wie man diese heute kennt, gab es damals noch nicht. Zwischen 1969 und 1972 nahm der EC Dortmund mehrmals am Norddeutschen Hallenstockschießturnier in Hannover teilgenommen. Heute ist dies als Bosseln (auch Hallenstockschießen genannt und nicht mit dem "ostfriesischen Nationalsport" trotz Namensgleichheit zu verwechseln) bekannt und wird als eine eigenständige Sportart durchgeführt!

 

Ein Highlight war 1971 die Regionalmeisterschaften Nord in der „neuen“ Iserlohner Eishalle am Seilersee, mitorganisiert vom EC Dortmund. Es war die erste Meisterschaft in einer geschlossenen Eishalle und wurde nicht mehr unter „freiem Himmel“ ausgetragen. Endlich konnte man eine große Meisterschaft über 2 Tage in einer Halle, unabhängig vom Wetter, durchführen. Ca. 1000 Besucher an den beiden Veranstaltungstagen zeigten das breite Interesse an unserem Sport.

 

Die Bedeutung unserer in NRW relativ neuen Sportart, zeigte 1973 der NRW-Pokal in Krefeld. Hieran nahmen 20 Herren- und 11 Damen-Mannschaften teil - heute eine unvorstellbare Anzahl von gemeldeten Mannschaften.

 

Teil nahmen sowohl bei den Herren, als auch bei den Damen jeweils Mannschaften aus 8 NRW-Städten. Die Mannschaften traten mit 3 und sogar 4 Teams an!

Herren: SE Krefeld, EC Krefeld, Kölner EC, DSK Duisburg, ERGI Iserlohn, Bonner EG, Eis- und Curlingfreunde Soest und EC Dortmund.

Damen: SE Krefeld, EC Krefeld, Kölner EC, DSK Duisburg, ERGI Iserlohn, Grefrather EC, Eisclub Soest und EC Dortmund.

Wir konnten damals bei den Herren mit 4 und bei den Damen mit 2 Mannschaften antreten!

 

Ein wichtiges und über die Grenzen von NRW hinaus bekanntes Großereignis in den 70er Jahren war unser Vereinsturnier, das „HELLWEG-TURNIER IN DÜÖRPN“ um den „Großen DAB-Meister-Pils-Preis“. Neben deutschen Spitzenmannschaften kamen immer wieder gerne Gäste aus angrenzenden Ländern wie z.B. Österreich und Italien.

 

1976 wurde zum 10jährigen bestehen ein weiteres HELLWEG-TURNIER durchgeführt. Unser Verein hatte damals 60 Mitglieder, die auch noch überwiegend aktiv waren - das waren noch Zeiten!

 

Über die 80er Jahre habe ich leider nicht viele Informationen gefunden. Wir haben viele Turniere vor allem in Bayern gespielt und auch unsere alte Freundschaft vor allem in Richtung Farchant gepflegt.

 

Es wurde schon damals immer wieder versucht, unseren Sport einem breiteren Publikum näher zu bringen. Es gab diverse Veröffentlichungen in den schreibenden Medien, die ersten Events wurde durchgeführt und um 1998 wurde sogar auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt eine Eisfläche aufgestellt, wo sich unser Verein zeigen konnte.

 

Leider haben diese Aktivitäten nicht dazu beigetragen, die Mitgliederzahl konstant zu halten oder gar zu steigern.

 

Seit 1997 waren wir des öfteren Teilnehmer der neuen Bundesliga-West, die sich aus Mannschaften aus NRW und Hessen zusammen gesetzt hat. Unsere Erfolge waren teilweise so gut, das wir uns immer wieder für Deutschen Meisterschaften qualifizieren konnten.